• Was ist Suchmaschinenoptimierung?
  • Was macht man als Suchmaschinenoptimierer?
  • Wie wird man ein guter SEO (Suchmaschinenoptimierer)?
  • Was sollte man machen, um SEO zu werden?
  • Was müsste man studiert haben, um als SEO arbeiten zu können?

Diese und andere Fragen stellt man sich, wenn man irgendwann mal vor der Wahl steht, sich bei einem Unternehmen um einen Job als Suchmaschinenoptimierer zu bewerben: sei es eine Praktikumsstelle, eine Teilzeitstelle oder ein Vollzeitjob.

Suchmaschinenoptimierung – Theorie oder Praxis?

Da Suchmaschinenoptimierung ein Teilbereich von SEM (Suchmaschinenmarketing) ist, könnte man sich denken, dass sie ein ziemlich überschaubarer Bereich ist, bei dem man sich auf eine Handvoll Disziplinen beschränken könnte.

Das ist aber nicht der Fall.

SEO ist in den vergangenen 2-3 Jahren so umfassend und so kompliziert geworden, dass es nicht mehr reicht, sich mit Grundlagentechniken zum Verfassen von Metadaten sowie zum Linkaufbau auszukennen, um SEO erfolgreich und langfristig betreiben zu können.

Unbestritten bleibt aber der Fakt „Theorie ist ohne Praxis leer und Praxis ohne Theorie ist blind“.

Das gilt auch für Suchmaschinenoptimierung.

Hier geht es nicht nur darum, möglichst viele praktische Erfahrungen zu sammeln. Es geht auch um die Fähigkeit, diese Erfahrungen mit theoretischen Kenntnissen verknüpfen zu können und eine Symbiose daraus zu bilden.

So einfach es klingt, scheint es in der Praxis anders zu sein. Hier gibt es eine große Kluft zwischen Theorie und Praxis.

Die Praktiker wissen nicht, was die Theoretiker tun; die Theoretiker ahnen nicht, was die Praktiker brauchen.

Um zu zeigen, dass es doch möglich ist, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, möchte ich hier ein paar Möglichkeiten zeigen, die für einen Suchmaschinenoptimierer relevant sind.

Wie wird man ein SEO

Natürlich hat Julian Dziki in seinem Beitrag Recht, indem er schreibt:

Aufgrund der desolaten Situation für Arbeitgeber im SEO Bereich, nehmen viele sich einen Absolventen direkt von der Uni, der keinerlei SEO Erfahrung hat, schreiben “SEO Manager” in seinen Job Titel und sagen dann “Mach mal SEO.” Und so etwas passiert leider nicht nur bei kleinen Unternehmen, sondern auch bei den ganz Großen. Ich halte nicht viel davon. Gerade in der ersten Zeit kann man in einer solchen Position (wenn man denn alleine SEO verantwortet) sehr viel falsch machen.

Ich kann aber aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es nicht selten der Fall ist, dass man während eines Studiums Kenntnisse erlangt, die nachher im Job durchaus relevant sind und die nicht jeder praxisorientierte SEO-Spezialist besitzt.

Hier kommt es aber auch auf die Wahl des Studiengangs an.

SEO-Studium – der wissenschaftlich-orientierte Weg

Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin und nicht beurteilen kann, wie viele verschiedene Studiengänge es gibt, die man als SEO-relevant bezeichnen könnte, nehme ich hier  das Studium eines Faches im Informationsbereich als Beispiel.

Informationswissenschaft

Je nach Universität kann der Schwerpunkt des Studiums leicht unterschiedlich sein. Das Grundgerüst bleibt aber das Gleiche: Suchmaschinen, Datenbanken // Datenbankrecherche, Informatik:

Hier habe ich eine Liste von Institutionen zusammengestellt, die diesen Studiengang anbieten:

Die vollständige Liste der Institutionen sowie nähere Informationen zu den jeweiligen Studiengängen findet ihr  auf www.informationswissenschaft.org oder auch hier.

Julian Dziki verweist in dem oben erwähnten Beitrag noch auf den  Studiengang “E-Commerce” an der FH in Würzburg. Den nehme ich jetzt auch in meine Liste der seo-relevanten Studiengänge auf 🙂

Ein anderer Weg führt über eine berufsbegleitende Ausbildung.

SEO-Ausbildung: der praxisorientierte Weg

Hier tummeln sich hunderte von Agenturen, die man mittlerweile kaum auseinanderhalten kann, wenn man noch ganz am Anfang seines beruflichen Werdegangs steht.

Aus meiner eigenen Erfahrung kenne ich nur drei Beispiele, die an dieser Stelle relevant wären:

Mit  zwei letzteren kenne ich mich besonders gut aus (nein, nicht weil ich dafür bezahlt werde 🙂 )

cimdata vs. afs-Akademie

An der cimdata gibt es mehrere Möglichkeiten, sich im Bereich Online-Marketing weiterbilden zu lassen. Für die SEO-Interessierten sind folgende Module relevant:

  • Suchmaschinenoptimierung
  • Digitales Marketing

In den beiden Modulen werden den Kursteilnehmern OM- & SEO-Grundkenntnisse vermittelt. Der Kurs eignet sich eher für diejenigen, die bisher mit SEO-& Online-Marketing nicht viel zu tun hatten.

Das Studium an der afs-Akademie ist etwas anders konzipiert.

Hier hat man eine gute Möglichkeit neue Kontakte mit anderen SEO-Begeisterten zu knüpfen und sich nützliche Tipps direkt bei SEO-Experten zu holen.

Mehr dazu findet ihr in meinem Beitrag SEO Ausbildung an der afs-Akademie.

Mein Fazit:

Auch hier schließe ich mich den Worten von Julian Dziki an:

es gibt vielfältige Möglichkeiten, SEO zu erlernen.

Ich persönlich denke aber, dass man die Rolle der Wissenschaft nicht unterschätzen sollte. Ein gutes Beispiel dafür ist die so heiß begehrte WDF*IDF Formel 😉

Während die einen sie zu einem neuen Seo-Wunder ernannt haben, staunten die anderen darüber, wieso die mittlerweile 60-Jahre alte Textstatistik-Formel für so eine große Aufregung in der SEO-Welt sorgte 😀

Man kann alles lernen und ERlernen und man sollte nie damit aufhören.  Aber erst durch enge Kontakte mit anderen SEOs und durch ein intensives Networking ist es möglich, sich weiter zu entwickeln und sich weiterzubilden, neue Kenntnisse zu erlangen und eigene SEO-Strategien auf Grund der erlangten Kenntnisse und Erfahrungen zu entwickeln.

Wie man sich als kleiner Praktikant oder als SEO-Anfänger den Weg in die SEO-Welt verschafft ist nun ein anderes Thema 😉

Falls ihr interessante Beispiele zum Thema „Ein Seo werden“ parat habt, her damit!