SEO-Weiterbildung an der afs-Akademie Modul 4: OffPage-Optimierung



Der Stress der vergangenen Wochen hat sich allmählich gelegt und mein Rückblick auf das 4. Präsenzmodul an der afs-Akademie ist nun lesefertig.

Für mich persönlich war es bis jetzt eines der spannendsten Präsenzwochenenden. Das lag zum größten Teil an den Themen, die behandelt wurden, sowie an den Referenten.

SEO Weiterbildung an der afs-Akademie

Session 1: Tracking! Messen verstehen – Strategien beschreiten

afd-akademie-dennis-hainDer Freitagabend startete mit einem Vortrag von Dennis Hain von fusePRO Online Marketing, in dem er die Notwendigkeit von Monitoring und Tracking erklärte.

  • Website als Vetriebskanal
  • die Rolle von Brands
  • Conversion-Messung, bzw. Festlegen von Micro- und Makrozielen
  • KPIs
  • eCommerce- und Lead-Generierung Metriken

waren die einzelnen Aspekte, die den Kursteilnehmern etwas näher gebracht wurden. Im zweiten Teil des Vortrags, der ziemlich technisch ausgelegt war, ging es um Tracking Techniken und Tracking Tools sowie um deren Anbindung.

Interessant und praxisnah.

 

Session 2: PageRank & TrustRank

Nach einer kurzen Pause gewährte uns Pascal Landau einen ausführlichen Einblick hinter die Kulissen von PageRank  und TrustRank. Gefühlt war es der längste und der diskussionsreichste Vortrag, den ich an der afs-Akademie bisher erlebt hatte. Für mich persönlich war das ein Thema, das ich schon während meines Studiums an der Universität sehr spannend fand.

 

afs-akademie-pascal-landau

 

Angefangen hat Pascal mit der Vorstellung der verschiedenen PageRank Modelle: vom Random-Surfer-Modell über das Reasonable-Surfer-Modell bis zum Topical Random Surfer Modell.

Alle drei Modelle haben unterschiedliche Schwerpunkte und sind auf eine bestimmte Art von Suchverhalten des Nutzers orientiert.

Beim Random-Surfer-Modell werden zwei Möglichkeiten eines Seitenaufrufes durch einen Nutzer angenommen:

  • eine neue Website wird komplett aufgerufen
  • einem Link auf der Website wird per Zufall gefolgt

Der PageRank der linkgebenden Seite wird dabei gleichmäßig unter allen ausgehenden Links verteilt. Problem: Danglink Links oder die sogenannten Sackgassen, die keinen PageRank weitergeben.

 

Das Reasonable-Surfer-Modell stellt eine Erweiterung des Random Surfers Modells dar und setzt ein zielgesteuertes Nutzerverhalten beim Surfen im Internet voraus. D.h. der Klick auf einen Link erfolgt nicht zufällig, sondern auf Basis bestimmter Eigenschaften (z.B. Link-Eigenschaften, User-Eigenschaften etc.)

 

Das Topical-Surfer-Modell verfolgt den thema-gesteuerten Ansatz. Der Nutzer bevorzugt einen Link, bzw. klickt auf einen Link, weil er ein besonderes Interesse an einem bestimmten Thema hat.

 

Pascal Landau zu Page Rank

Pascal erklärt die berühmte PageRank-Formel

 

Im Weiteren wurden das nofollow-Attribut und sein Einfluss auf die PageRank-Verteilung, der Kleinberg Algorithmus, das PageRank-Sculpting und der TrustRank ausführlich erklärt. Zum Nachtisch gab es ein PageRank-Berechnungsbeispiel für eine imaginäre Website A 🙂

 

Der Wissensdurst der Kursteilnehmer wurde an diesem Vortragsabend ausgiebig gestillt und es hieß nur noch guten Hunger!

 

seo-lernen-afs-akademie

 

Der lange Abend mit leckerem Essen in einer angenehmen Atmosphäre nahm seinen Lauf und sorgte für eine rege Unterhaltung unter den Kursteilnehmern und den Referenten. Wir haben für uns Kai de Wals gewonnen, um mit ihm das Thema Adwords auszudiskutieren 🙂

 

afs-Akademie, Kai de Wals

Kai de Wals gibt uns ein paar Adwords-Tipps

 

Tag 2 an der afs-Akademie

afs-Akademie

Samstag Morgen an der afs-Akademie: der langsame Start in den Tag

 

Session 3: Linkbuilding

Der Samstagmorgen startete mit einem Vortrag von Patrick Klingberg von der ARTAXO AG zu einem in der Seo-Branche heiß diskutierten Thema – Linkbuilding.

 

patrick-klingberg-linkbuilding

 

Wichtige Learnings aus dem Vortrag

  • Linkbuilding ist schwieriger geworden, deshalb dafür sorgen, dass die Teams (sei es auf Agentur- oder auf Kundenseite) integrativer zusammenarbeiten
  • alle sprechen von Content Marketing, wissen aber nicht, was es tatsächlich ist. Alle haben in den letzten zwei Jahren in Content Marketing investiert und haben das gleiche Fazit: geile Inhalte, sind aber  immer am Seeding gescheitert
  • [etweet]Content Marketing heißt: willkommen in der Kreativwelt: entweder geht die Idee richtig ab oder es verpufft[/etweet]
  • je kommerzieller der Kunde und je aggressiver er auftritt, desto schwieriger ist es, das Produkt glaubhaft an den potentiellen Publischer zu bringen (bei Vereinen haben Leute keine Angst und veröffentlichen ganze Studien von Vereinen und damit kann man gutes Content Marketing betreiben)
  •  Linkbuilding funktioniert koscher über Storrytelling: die Geschichten draußen erzählen, um Mehrwert zu schaffen (über alle devices hinweg); Möglichkeit zur Interaktion und zum Teilen geben
  • Storrytelling vs Storylistening: nicht nur der Zielgruppe zuhören, sondern einzelnen Zielpersonen. Das können die sogenannten Linkerati sein (ein möglicher Bloginhaber, ein Webmaster, der eine Möglichkeit hat, einen Link auf eure Website zu setzen)

 

Patrick Klingberg zu Linkbuilding

„Überdurchschnittlicher Erfolg im SEO verlangt überdurchschnittlich smartes SEO“

 

  • der Link an sich wird immer ein starker Faktor sein, weil das Internet so funktioniert, dass man über Links auf verschiedene Websites (Dokumente) gelangt (ein kleiner Test zur Stärke des Backlinks als Rankingfaktor: sucht mal nach den Phrasen „hier klicken“ und „Seite verlassen“. Welche Websites ranken da am besten und wieso? 😉 )
  • es ist nicht immer einfach an Links zu kommen: es gibt Themen, über die keiner freiwillig schreiben will
  • [etweet]versuche Marke mit einer Geschichte zu verbinden, um authentisch zu wirken[/etweet]
  • Mehrwert bieten: der Wert ist nicht skalierber
  • Linkbaiting als smartes Linkbuilding (Aufmerksamkeit erzeugen): Infografiken, Gewinnspiele, besser ist aber das sog. Link-Müsli (jeden Monat ein andersartiges Profil aufbauen und dadurch eine etwas größere mediale Erwähnung bekommen)

 

Patrick Klingberg an der afs-Akademie

Korrelationen gibt`s 😀

 

5 goldene Regeln von Patrick Klingberg:

  • SEOs eures Vertrauens aussuchen
  • nachhaltig denken und handeln
  • abteilungsübergreifende Synergien nutzen
  • Erfahrungen austauschen

 

Session 4: Social Media

Für eine thematische Abwechslung sorgte der Vortrag von Kai de Wals, den er mit der Frage „Definiere mir doch mal, was Social Media ist“ eingeleitet hat.

Was ich aus dem Vortrag mitgenommen habe:

  • Es gibt 1000 von unterschiedlichen Social Media Portalen, die mehr oder weniger aktiv benutzt werden
  • Social Media gehören zu Massenmedien (Broadcastmedien) mit dem Unterschied, dass man da zwischen dem Sender und dem Empfänger nicht mehr unterscheiden kann. Der Prozess verläuft in beiden Richtungen: der Sender wird zum Empfänger und vice versa
  • Welcher Social Media Kanal für welches Unternehmen am effektivsten ist, muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden

 

Kai de Wals zum Thema Social Media

Wozu Social Media:

  • PR in Social Media dient zu Markeaufbau
  • mit Kunden in Dialog treten
  • Vertrauen in der Öffentlichkeit herstellen
  • positives Image aufbauen
  • die Zielgruppe gezielt ansprechen
  • größere Reichweite

Im Weiteren ging es um non-profit Organisationen und Crowd funding sowie um das in Social Medien angemessene Verhalten.

 

Session 5: Linkbait

Um die Themen Linkbuilding und Content Marketing nicht aus dem Auge zu verlieren ging Eric Schulz von der Bonial International GmbH in seinem Vortrag „Linkbait“ auf die jeweiligen Themen noch mal fokussiert ein.

 

Eric Schulz zu Linkbait

 

Obwohl es viele verschiedene Arten von Linkbaits (Infografiken, Verlosungen, Gewinnspiele, Ratgeber, irgendwelche Tools mit Metriken) gibt, ist deren Erstellung ziemlich zeitintensiv und der Erfolg nicht wirklich vorhersehbar. Man kann ein Linkbait für eine breite Masse produzieren und auf eine positive Reaktion hoffen. Interessanter ist es aber, sich auf eine bestimmte Zielgruppe (von der man Links haben möchte) zu konzentrieren und  Inhalte gezielt für sie zu erstellen (Blogs, Universitäten, Vereine etc.).

 

Dabei müssen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wer kommt in Frage?
  • Wie internet-affin ist die Gruppe?
  • worauf verlinkt meine Zielgruppe schon (verlinkt sie überhaupt auf etwas? Wenn ja, gibt es einen gemeinsamen Nenner? Besteht für mich da eine Möglichkeit auch einen Link zu bekommen?)

Wichtig ist dabei lokal zu denken:

  • in kleineren Orten hat man vermutlich eine größere Zielgruppe, als in großen
  • mehr nicht kommerzielle Anbieter
  • hohe Wahrscheinlichkeit an Backlinks zu kommen

 

Als Beispiel eines Linkbaits für nicht kommerzielle Anbieter hat Eric einen Brandschutz-Ratgeber  vorgestellt (36 Seiten mit Text und Bildern).

Zielgruppe: freiwillige Feuerwehr

Ergebnis: positives Feedback, Generierung von 220 Links.

 

Bei einem anderen Beispiel ging es um virale Effekte eines Linkbaits. Die beste Strategie dabei: was machen die anderen und wie kann ich das für mich nutzen? Wichtig dabei: nicht vergessen die Inspirationsquelle zu erwähnen.

Beispiel eines Linkbait

Beispiel eines viral verbreiteten Linkbaits (Screenshot Quelle: http://www.kaufda.de/info/konsum-in-echtzeit/)

 

Linkbait ist eine verlockende Strategie zur Generierung von Backlinks, in der Regel aber nur einmalig.

 

Mein Fazit: ein schöner Vortrag mit vielen interessanten Beispielen und inspirierenden Ideen.

An dieser Stelle war der theoretische Teil unseres 4. Präsenzwochenendes zu Ende. Das einzige was wir noch machen mussten, war alle Learnings und Ideen im Kopf zusammenpacken und uns für die Klausur bereit machen.

SEO und Online-Marketer, immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, nach Inspiration und nach kreativen bis verrückten Ideen im Bereich SEO & Online-Marketing

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